Skip to content
All posts

Published on 20 October 2026

Gäste laden lassen: so rechnest du fair ab

Welcher Preis pro kWh fair ist, wann sich eine Start- oder Standzeitgebühr lohnt und wie du Zahlungsgebühren berücksichtigst.

This post is only available in German.

Die Nachbarin fragt, ob sie kurz laden darf. Der Schwiegersohn kommt mit dem Elektroauto zu Besuch. Ein Hotelgast steht vor deiner Wallbox. Gratis laden lassen ist nett, auf Dauer aber teuer. Bargeld und Strichliste sind umständlich. Hier ist, wie du einen Tarif festlegst, der für dich und deine Gäste stimmt.

Schritt 1: Deinen Strompreis kennen

Schau auf deiner letzten Stromrechnung nach, was dich eine Kilowattstunde kostet, inklusive Netznutzung, Abgaben und MWST. In der Schweiz liegt das für Haushalte je nach Gemeinde oft zwischen 25 und 40 Rappen pro kWh. Hast du einen Niedertarif in der Nacht, notier dir beide Werte.

Mit Solaranlage ist die Rechnung anders: Strom, den du selbst verbrauchst, statt ihn ins Netz einzuspeisen, kostet dich die entgangene Einspeisevergütung. Tagsüber kannst du darum günstiger verrechnen.

Schritt 2: Einen Zuschlag festlegen

Deine Wallbox hat Geld gekostet, sie braucht Wartung und Platz. Ein Zuschlag von 5 bis 15 Rappen pro kWh ist üblich und fair. Ein Beispiel:

  • Strompreis: 30 Rappen pro kWh
  • Zuschlag: 15 Rappen pro kWh
  • Tarif für Gäste: 45 Rappen pro kWh

Eine Ladung mit 20 kWh kostet damit CHF 9.00. Das ist deutlich weniger als an den meisten öffentlichen Schnellladestationen und für Gäste nachvollziehbar.

Schritt 3: Zahlungsgebühren berücksichtigen

Jede Kartenzahlung oder TWINT-Zahlung kostet eine kleine Gebühr. Bei zahls.ch und Freika siehst du die Preise auf deren Website. Du hast zwei Möglichkeiten:

  1. Du rechnest die Gebühr in den kWh-Preis ein.
  2. Du schlägst eine Servicegebühr pro Ladung auf, zum Beispiel 50 Rappen. Ladehase weist sie auf der Bezahlseite und der Quittung separat aus.

Variante 2 ist transparenter, weil kleine und grosse Ladungen die Fixkosten gleich tragen.

Schritt 4: Standzeit regeln

Ist ein Auto voll, blockiert es den Ladepunkt. Bei einer privaten Wallbox ist das meist egal. Auf dem Hotelparkplatz oder im Mehrfamilienhaus aber nicht. Eine Standzeitgebühr hilft: zum Beispiel 10 Rappen pro Minute ab zwei Stunden nach Ladeende. Mit ruhigen Zeiten fällt in der Nacht keine Gebühr an, damit Gäste über Nacht laden können.

Schritt 5: Ehrlich kommunizieren

Was auf dem Schild und der Bezahlseite steht, gilt. Ladehase zeigt den vollständigen Tarif vor der Zahlung. Gäste reservieren einen Betrag, und am Ende wird nur belastet, was sie geladen haben. Der Rest wird sofort freigegeben.

Und Familie und Mitbewohnende?

Lege für sie einen Zugang an. Wer einen Zugang hat, lädt gratis oder zu einem Sondertarif. Im Mehrfamilienhaus erstellt Ladehase dazu monatlich eine Abrechnung pro Person.

Probier es aus: In der Tarifvorschau im Dashboard siehst du sofort, was eine Ladung mit 10, 20 oder 40 kWh kostet.

Your wallbox can do more.

Open an account, connect your charging station, put up the sign. Free, without a lock-in contract.